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Wie jeder körperliche Eingriff ist auch die In Vitro Fertilisation mit
Risiken verbunden. Das Ziel der Hormontherapie ist ein Heranreifen mehrerer
Eizellen. Trotz sorgfältiger Ultraschall- und Serumhormonkontrolle kann es zu
einer Überstimulation kommen. Das sogenannte Überstimulationssyndrom ist mit
einer deutlichen Vergrößerung der Eierstöcke, Unterbauchschmerzen sowie relativ
hohen Östrogenspiegeln verbunden, die zu einer vermehrten Gefäßdurchlässigkeit
und damit zu einem erhöhten Thromboserisiko führen. Diese Symptome sind jedoch
gut zu behandeln und bilden sich wieder vollständig zurück. Um die
Erfolgschance des IVF-Verfahrens zu erhöhen, werden meist zwei, maximal drei
Embryonen übertragen. Damit ist die Mehrlingsrate gegenüber der normalen
Mehrlingsrate erhöht: Von 100 Geburten nach IVF/ICSI sind 20,44 %
Zwillingsgeburten und 1,24% Drillingsgeburten ( Deutsches IVF - Register 2004).
Dem steht eine natürliche Häufigkeit von 1,2% Zwillingsgeburten und 0,013 %
Drillingsgeburten gegenüber.
In unserem Behandlungszenrtum konnte die Mehrlingsrate noch weiter reduziert
werden. Die Zwillingsrate liegt knapp unter 20% und das Drillingsrisiko bei
0,5%. Dies ist umso bedeutsamer, als daß das Risiko der Frühgeburtlichkeit bei
Mehrlingsschwangerschaften wesentlich erhöht ist und damit das Risiko für
geburtsbedingte Schäden bei den Neugeborenen deutlich zunimmt. Dies gilt es
unter allen Umständen zu vermeiden, da es weder für das Neugeborene noch
für die Eltern eine erstrebenswerte Perspektive darstellt. Denken Sie daran, die
Erfüllung des Kinderwunsches sollte nicht mit allen vefügbaren Mitteln unter
Ausblendung der Risiken für Mutter und Kind erzwungen werden. |